Kategorie: Uncategorized

Konzert des Kur-Sinfonieorchester

  • Sonntag, 25. Oktober 2020
    • 16:00 Uhr
    • Dirigent: Florian Erdl
    • Solist: Georg Gädker, Bariton
  • Programm:
    • Richard Strauss: aus „Alpensinfonie“ op. 64: Nacht, Sonnenaufgang, Vision
    • Carl Löwe: 4 Balladen
    • Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 op. 98

Als unübertroffener Höhepunkt der Bad Nauheimer Musikgeschichte gilt wohl der Abend des 5. Juni 1917. Seine eigenen Werke dirigierend wurde der berühmte Richard Strauss im überfüllten Konzertsaal (heute Jugendstiltheater) von 1.700 Menschen stürmisch gefeiert. Das Kur-Sinfonieorchester war für diesen Abend auf 110 Mann verstärkt worden. Ihm zu Ehren spielt das heute neu erblühte Kur-Sinfonieorchester Auszüge aus seiner sinfonischen Dichtung, der Alpensinfonie. Konzertmeister Michael Strecker hat daraus die drei Klangbilder „Nacht“, „Sonnenaufgang“ und „Vision“ ausgewählt.

„Der geradezu packende Zug des Ganzen, die Dichtigkeit der Erfindung, das wunderbar verschlungene Wachstum der Motive noch mehr als der Reichtum und die Schönheit einzelner Stellen, haben mir’s geradezu angetan, so daß ich fast glaube, die e-moll ist mein Liebling unter den vier Sinfonien“

Josef Joachim: Berlin, Montagmittag, 1. Februar 1886

Mit diesen Worten hat der neben Paganini wohl einflussreichste Violin-Virtuose aller Zeiten seinem Freund Johannes Brahms von der Generalprobe zur Ur-Aufführung in Berlin berichtet. Schöner und treffender kann man dieses emotionale sinfonische Werk wohl nicht umschreiben.

Unsere Termine

Aktuelles im Rahmen der Sinfoniekonzertreihe 2020

  • 17. Mai: Sinfonische Musik und komisches Musiktheater
    • Leitung: Markus Neumeyer
    • Solist: Victor Plumettaz (Cello)
    • Darstellerin: Ingrid El Sigai
  • Programm:
    • Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 op. 67, Allegro con brio
    • David Popper: Cello-Konzert Nr. 2 op. 24
    • Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3, „Die Rheinische“, op. 97″

Wer ist eigentlich Inge Hörsturz und wo ist der Dirigent?! Alles anders? Nein, nicht alles, ein fast normales Sinfoniekonzert voller Hörgenüsse, aber auch Überraschungen. Auf jeden Fall kennen wir in Bad Nauheim den energiegeladenen Cellisten und Echo-Preisträger Victor Plumettaz der klassischen Band „Spark“. Im September 2018 brillierte er hier mit Haydns virtuosem Cellokonzert C-Dur und einer beeindruckenden Zugabe von Jimmy Hendrix. Mit dem Konzert Nr.2 von David Popper, dem Paganini unter den Cellisten, wird er das virtuoseste Cellokonzert aller Zeiten präsentieren. Popper war ab 1868 Solocellist an der Wiener Hofoper. Gleichzeitig nahmen aber seine solistischen Auftritte in ganz Europa in einem Maße zu, dass er sich 1873 gezwungen sah, die Stelle an der Hofoper aufzugeben. Dieser Zustand beschreibt den Solisten und Komponisten in aller Kürze. Popper konzentrierte in dieser Zeit mit Brahms, Liszt oder dem Pianisten Backhaus, der in Bad Nauheim bereits zum Geburtstag des Kaiser Wilhelm spielte. Freuen Sie sich im zweiten Teil des Konzerts auf ernsthaft schönen Hörgenuss, ohne Unterbrechung fließt die „Rheinische“ von Robert Schumann dahin. Die lebensfrohe Grundstimmung der Sinfonie wird gerne als ein Spiegel „rheinischer Fröhlichkeit“ interpretiert, da Robert und Clara Schumann zu dieser Zeit gerade nach Düsseldorf an den Rhein gezogen waren und die Fertigstellung des Kölner Doms bewunderten.

Ingrid El Sigai und Markus Neumeyer werden dann und wann in die Trickkiste des komischen Musiktheaters greifen. Dabei kann es passieren, dass ein Tschaikowsky-Ballett vom Getöse einer hysterischen Dame „zerschreddert“ wird oder sich der Dirigent als großer Komponist und Sänger „aufbläst“ um allen eine „Szene“ zu machen. Es könnte auch sein, dass Beethoven während einer Bühnenvisite in musikalische Schwierigkeiten gerät. Lassen Sie sich schlussendlich von dem wunderbar wundersamen Orchester überraschen, und stellen Sie sich die Frage: Wie klingt eigentlich Takt-Stock? Virtuose Wortakrobatik, Slapstick und schönste klassische Musik vereinen sich in diesem Konzert!