Autor: Musikschule Bad Nauheim

Konzert des Kur-Sinfonieorchester

Wir bieten am Sonntag den 25.Oktober 2020 zwei Konzerttermine mit einem eigens für diesen Termin neu konziperten Programm an:

  • Sonntag, 25. Oktober 2020 im Jugendstiltheater Bad Nauheim
    • Matinee um 11:00 Uhr und ein zweites Konzert um 16:00 Uhr
    • Dirigent: Florian Erdl
    • Solist: Frieder Uhlig, Oboe
  • Programm:
    Ludwig August Lebrun: 1. Oboenkonzert d-Moll
    Ludwig van Beethoven: 4. Sinfonie B-Dur Op. 60

    (Konzertzeitdauer ca. 1 Stunde ohne Pause)

Tickets ab 20 Euro sind nur im Vorverkauf erhältlich: Online Vorverkauf Reservix und bei Vorverkaufsstellen wie der Touristinfo Bad Nauheim, In den Kolonnaden 1.

Aufgrund der in Hessen geltenden Verordnung und der Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie musste das geplante Sinfoniekonzert des Kur-Sinfonieorchesters am 25. Oktober neu konzipiert werden. Das ursprünglich geplante Programm in großer Orchesterbesetzung mit dem Bariton Georg Gädker als Solisten kann unter den heutigen Gegebenheiten nicht stattfinden. Stattdessen hat Dirigent Florian Erdl, der dem Bad Nauheimer Publikum durch das Neujahrskonzert 2020 in bester Erinnerung ist, mit Intendant Ulrich Nagel ein Konzept für ein einstündiges Konzert ohne Pause mit einer kleineren Orchesterbesetzung von 23 Musiker*innen entworfen. So kann das Sinfoniekonzert mit einem deutlich begrenzten Publikum unter Einhaltung aller Schutz- und Hygienevorkehrungen angeboten werden.

Auf dem Programm steht nun die 4. Sinfonie von Ludwig van Beethoven und das 1. Oboenkonzert von Ludwig August Lebrun, einem Zeitgenossen Mozarts. Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie in B-Dur Op. 60 erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten großer Beliebtheit, wohingegen sie heute zu seinen vergleichsweise seltener gespielten Sinfonien gehört. Der bekannte und gefeierte Oboenvirtuose Ludwig August Lebrun „bezauberte mit seiner göttlichen Oboe“ – so ein zeitgenössischer Bericht – als Mitglied des Hof-Orchesters am Hof des Kurfürsten Karl Theodor in Mannheim. Als Komponist der Mannheimer Schule ist er heute für seine virtuosen Oboenkonzerte bekannt. Das 1. Oboenkonzert in d-Moll wird von Frieder Uhlig interpretiert, der Oboe bei Anna-Maria Hampel (Solo-Englischhornistin Staatsorchester Darmstadt) und Bernhard Schnieder (Solooboist Staatsorchester Wiesbaden) studierte und der neben seiner Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Bad Nauheim ein gefragter Orchestermusiker und Solist ist.

Geleitet wird das Kur-Sinfonieorchester Bad Nauheim von Florian Erdl, der seit der Spielzeit 2019-2020 General-Musik-Direktor am Theater Pforzheim ist. Seit 2017 war Erdl mehrfach musikalischer Assistent von GMD Sebastian Weigle an der Oper Frankfurt. Zudem ist Erdl seit März 2020 mit der Professur Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Rostock betraut.

Da die Zahl der Konzertbesucher im Jugendstiltheater auf rund 190 Personen begrenzt ist, wird zusätzlich zum Konzert um 16:00 Uhr eine Matinee um 11:00 Uhr angeboten werden. Bereits für das Sinfoniekonzert am 25. Oktober erworbene Konzertkarten und Abonnements behalten ihre Gültigkeit. Die Karteninhaber erhalten neue Konzertkarten zugeschickt, sofern sich ihr Sitzplatz durch den neuen Sitzplan ändern musste.



Konzert des Kur-Sinfonieorchester

  • Sonntag, 17. Mai 2020 ENTFÄLLT
    • 16:00 Uhr
    • Dirigent: Markus Neumayer
    • Solist: Victor Plumettaz, Cello
    • Akteurin: Ingrid El Sigai
  • Programm:
    • Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 op. 67, Allegro con brio
    • David Popper: Cello-Konzert Nr. 2 op. 24
    • Robert Schumann, Sinfonie Nr. 3 op. 97 „Die Rheinische“

Wer ist eigentlich Inge Hörsturz und wo ist der Dirigent?! Alles anders? Nein, nicht alles, ein fast normales Sinfoniekonzert voller Hörgenüsse, aber auch Überraschungen. Auf jeden Fall kennen wir in Bad Nauheim den Energie-geladenen Cellisten und Echo-Preisträger Victor Plumettaz der klassischen Band „Spark“. Im September 2018 brillierte er hier mit Haydns virtuosem Cellokonzert C-Dur und einer beeindruckenden Zugabe von Jimmy Hendrix. Mit dem Konzert Nr. 2 von David Popper, dem Paganini unter den Cellisten, wird er das virtuoseste Cellokonzert aller Zeiten präsentieren. Popper war ab 1868 Solocellist an der Wiener Hofoper. Gleichzeitig nahmen aber seine solistischen Auftritte in ganz Europa in einem Maße zu, dass er sich 1873 gezwungen sah, die  Stelle an der Hofoper aufzugeben. Dieser Umstand beschreibt den Solisten und Komponisten in aller Kürze. Popper konzertierte in dieser Zeit mit Brahms, Liszt oder dem Pianisten Backhaus, der in Bad Nauheim bereits zum Geburtstag des Kaiser Wilhelm spielte. Freuen Sie sich im zweiten Teil des Konzerts auf ernsthaft schönen Hörgenuss, ohne Unterbrechung fließt die „Rheinische“ von Robert Schumann dahin. Die lebensfrohe Grundstimmung der Sinfonie wird gerne als ein Spiegel „rheinischer Fröhlichkeit“ interpretiert, da Robert und Clara Schumann zu dieser Zeit gerade nach Düsseldorf an den Rhein gezogen waren und die Fertigstellung des Kölner Doms bewunderten.

Ingrid El Sigai und Markus Neumeyer werden dann und wann in die Trickkiste des komischen Musiktheaters greifen. Dabei kann es passieren, dass ein Tschaikowsky-Ballett vom Getöse einer hysterischen Dame „zerschreddert“ wird oder sich der Dirigent als großer Komponist und Sänger „aufbläst“ um allen eine „Szene“ zu machen. Es könnte auch sein, dass Beethoven während einer Bühnenvisite in musikalische Schwierigkeiten gerät. Lassen Sie sich schlussendlich von dem wunderbar-wundersamen Orchester überraschen, und stellen Sie sich die Frage: Wie klingt eigentlich Takt-Stock?

Virtuose Wortakrobatik, Slapstick und schönste klassische Musik vereinen sich in diesem Konzert!